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Häufig gestellte Fragen von Fertighaus - Interessenten:
Sind moderne Fertighäuser immer Niedrigenergiehäuser, die der Wärmeschutzverordnung entsprechen?
Je nach Bundesland werden die Eigenschaften, die ein Niedrigenergiehaus haben muss, unterschiedlich bewertet. Es ist aber davon auszugehen, dass heute über 90 Prozent aller Fertighaus-Neubauten Niedrig-Energiehäuser sind. In jedem Fall sollte beim Hersteller eine Energiebedarfsberechnung abgefragt werden.

Wie wirkungsvoll ist die Schalldämmung?

In aller Regel bestehen die Fußböden in Fertighäusern aus Holz. Trotz mehrlagiger Trittschalldämmung sind Fußböden aus Holz im Vergleich zu denen aus Beton unterlegen. Die Ausstattung mit Estrich bringt dagegen eine ähnliche Trittschalldämmung wie Beton.

Wie lange hält ein Fertighaus?

Man geht davon aus, dass die Lebenserwartung eines Fertighauses moderner Bauart bei 80-100 Jahren liegt und dass nach dieser Zeit eine vollständige Sanierung notwendig wird. Die kontinuierliche Pflege eines Fertighauses kann die Bewohnbarkeit auf ein Vielfaches verlängern.

Ist ein Steinhaus besser als ein Fertighaus?

Nach dem heutigen Stand der Material- und Bautechnik ist ein Fertighaus nicht schlechter als ein Massivhaus, wenn auch die Bewertung der Fertighäuser durch Banken dokumentieren, dass beim Wiederverkauf eines Fertighauses Preisabstriche gegenüber einem Massivhaus ähnlicher Ausstattung gemacht werden müssen.

Was ist ein Ausbauhaus?

Beim Ausbauhaus handelt es sich um ein Fertighaus, das nicht in vollem Umfang bezugsfertig ist. Bei den Anbietern für Ausbauhäuser kann der Käufer die Ausbaustufe wählen. Von der Montage der reinen Haushülle über fertig gestellte Gewerke, die nur noch die Wand- und Fußbelegung erfordern bis zur Fertigstellung des kompletten Untergeschosses mit der Vorbereitung des Dachausbaus. Ein Ausbau ist die ideale Möglichkeit, die Kosten für ein Fertighaus durch Eigenleistung gering zu halten.

Wo findet man Musterhäuser?

An über 600 Standorten, die in ganz Deutschland verteilt sind, können sich Interessenten Musterhäuser anschauen. Vielfach unterhalten die Hersteller selbst ganze Musterhaus-Parks, die auch bewohnt sind. Informationen sind auf dem Internetseiten der Hersteller und Vertriebsfirmen zur finden.

Welche Bauweisen sind bei Fertighäusern üblich?
In aller Regel basieren Fertighäuser heute auf Holzkonstruktionen. Dabei unterscheidet man diese in: Skelett-, Holzrahmen-, Tafel-Bauweise und Blockhaus-Bauweise. Die Holzrahmenbauweise ist die am meisten verbreitete. Ein durch Horizontal- und Vertikalbalken gefertigter Holzrahmen wird im Werk einseitig mit Holzwerkstoffen verkleidet. Die Verkleidung ist Bestandteil der statischen Stabilität. Erst nach dem Aufbau auf dem Grundstück erfolgen die Wärmedämmung und die Innenverkleidung mit Holz- oder Gipskarton-Platten. Darüber hinaus können aber auch diese Elemente bereits werksseitig vorgenommen werden.
Sind Änderungen in der Raumaufteilung nachträglich möglich?
Die größte Flexibilität hat man bei der sog. Skelett-Bauweise. Eine solche Ständerbauweise ermöglicht am ehesten die Möglichkeit, während und nach dem Aufbau Änderungen in der Raumaufteilung vorzunehmen, da hier nur das Fachwerk im Werk vorgefertigt wird und alle Damm- und Verkleidungsarbeiten erst nachträglich erfolgen.
Welche Holzarten werden beim Fertighausbau verwendet?
Fiche und Lärche gehören zu den beliebtesten Holzarten. Nach entsprechender Vorbehandlung und fachgerechter Montage haben Fertighäuser in Holzkonstruktion eine jahrhundertlange Lebenserwartung.
Ist beim Fertighaus ein Keller notwendig?
Das kommt ganz darauf an, welchen Platzbedarf die Familie hat. Sicherlich schafft Keller u.U. mehr Wohnraum, sei es das Musikzimmer für den schlagzeug-begeistern Filius, das Arbeitszimmer oder den Partyraum. Dem gegenüber schlagen Zusatzkosten von 30.000 Euro oder mehr für einen Keller zu Buche. Moderne Gasthermen machen auf jeden Fall keinen Heizungskeller mehr erforderlich.
Was heißt: schlüsselfertig?
„Schlüsselfertig“ sagt nichts darüber aus, ob das Fertighaus bezugsfertig ist. Schlüsselfertig hat bei einem Ausbauhaus eine andere Bedeutung als bei einem Haus, das komplett fertig übergeben wird. Vor Vertragsabschluss sollte der Interessent auf jeden Fall genau nachfragen, wie der Lieferant den Begriff definiert.
Ist die Bodenplatte im Preis drin?
Die Bodenplatte ist nur dann im Preis enthalten, wenn dies auch Bestandteil des Vertrages ist. Achten Sie bei der Durchsicht von Angeboten auf jeden Fall darauf, ob sich diese auf einen Preis „ab Oberkante Bodenplatte“ oder „einschließlich Bodenplatte“ handelt.
Ist man bei einem Fertighaus-Bausatz auf sich allein gestellt?
Nein, seriöse Fertighaus-Anbieter stellen eine fachkundige Betreuung für alle notwendigen Arbeiten zur Verfügung. Eine solche Betreuung ist in aller Regel Bestandteil des Bausatz-Paketes. Vor allem für Arbeiten an den Gewerken, am Dach und im Sanitär- und Strom-Bereich ist die Betreuung durch Fachpersonal sogar obligatorisch.